justitia 003

 

 

Ausbildungsdauer:

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Sie umfasst 

  • ein insgesamt 24-monatiges fachwissenschaftliches Studium an der Hochschule für Rechtspflege in Schwetzingen (gemeinsame Hochschule für die Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland)
  • und ein 12-monatige Studienpraxis bei verschiedenen Justizbehörden 

 

Ablauf der Ausbildung:

Die Ausbildung gliedert sich wie folgt:

Studium I:

  • Dauer: 12 Monate an der Hochschule für Rechtspflege in Schwetzingen(Baden-Württemberg)
  • Zeitraum: September des ersten Ausbildungsjahres bis August des zweiten Ausbildungsjahres*
  • Inhalt: Es werden die für die Berufspraxis der Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger erforderlichen grundlegenden Rechtskenntnisse vermittelt. Dazu werden Vorlesungn und Übungen von qualifizierten Dozierenden (Richter und Rechtspfleger) abgehalten und in dem jeweiligen Rechtsgebiet Prüfungsarbeiten geschrieben. 

Studienpraxis:

  • Dauer: 12 Monate bei Gerichten und Staatsanwaltschaften des jeweiligen Ausbildungslandes
  • Zeitraum: September des zweiten Ausbildungsjahres bis August des dritten Ausbildungsjahres*
  • Inhalt: Hier wird die Fähigkeit vermittelt, die erworbenen theoretischen bzw. wissenschaftlichen Kenntnisse in der Praxis anzuwenden. Soweit Ausbilungsstand und Fähigkeiten dies zulassen, sollen zunehmend Geschäfte zur selbstständigen Erledigung übertragen werden. 
  • Die Studienpraxis wird durch die Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften ergänzt (diese finden für die Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger des Saarlandes jeden Mittwoch in Kaiserslautern statt). 

Studium II: 

  • Dauer: 12 Monate an der Hochschule für Rechtspflege in Schwetzingen (Baden-Württemberg)
  • Zeitraum: September des dritten Ausbildungsjahres bis August des vierten Ausbildungsjahres*
  • Inhalt: Die theoretischen Kenntnisse werden unter Verarbeitung der gewonnenen praktischen Erfahrungen ergänzt und wissenschaftlich vertieft. 

*Hinweis: Die Ausbildung dauert drei Jahre. Da die Einstellung immer zum 01.09. erfolgt, werden insgesamt vier Kalenderjahre von der Ausbilung tangiert. Soweit hier also von Ausbildungsjahren die Rede ist, sind somit Kalenderjahre gemeint.

Prüfung und Diplomierung:

Die Ausbildung schließt mit der Rechtspflegerprüfung ab. Die Rechtspflegerprüfung umfasst: 

  • sieben fünfstündige Aufsichtarbeiten 
  • mündliche Prüfung

Die Aufsichtsarbeiten und die mündliche Prüfung können sich auf alle Gegenstände der Ausbildung erstrecken. 

Den Absolventinnen und Absolventen wird nach dem erfolgreichen Abschluss der Prüfung der Hochschulgrad "Diplom-Rechtspflegerin (FH) bzw. Diplom Rechtspfleger (FH)" verliehen. 

 

Bezüge (Gehalt) während der Ausbildung:

Während der Ausbildung (sog. Vorbereitungsdienst) werden Anwärterbezüge (Gehalt) nach Maßgabe des Bundesbesoldungsgesetzes gewährt. Die Anwärterbezüge betragen zur Zeit etwa 1.000,00 € netto im Monat. 

 

Rechtsstellung während der Ausbildung:

Mit der Aufnahme in den Vorbereitungsdienst werden die Bewerberinnen und Bewerber in das Beamtenverhältnis auf Widerruf berufen. 

Sie führen die Dienstbezeichnung "Rechtspflegeranwärterin" bzw. "Rechtspflegeranwärter"

 

Weitere bzw. nähere Informationen rund um die Ausbildung finden Sie auch hier (Verlinkung auf die Homepage der Fachhochschule für Rechtspflege in Schwetzingen)